Was ist Shiatsu

Dem Shiatsu liegt die Annahme zugrunde, dass alle Menschen und Tiere, dass sowohl die pflanzlichen wie die elementaren und sphärischen Welten miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Shiatsu ist getragen vom Respekt vor dieser Verbundenheit. Alles Leben untersteht einem fortlaufenden Wandel, der in rhythmischen und zyklischen Systemen in sich Balance findet. Wir können dies etwa im Rhythmus von Tag und Nacht erkennen, in den Jahreszeiten, im Blutkreislauf und in Alterungsprozessen.
Unser menschlicher Körper ist ein energetisches System, das durch die universale Lebenskraft erschaffen, von ihr erhalten und belebt wird. Den natürlichen, freien Fluss dieser Kraft innerhalb unseres Körpers nehmen wir als Gesundheit und Wohlbefinden wahr. Fliesst die Energie ungehindert, geht es uns gut.
Als Shiatsutherapeutin betrachte ich Beschwerden bei Menschen als Blockaden, als Ausdruck energetischer Zyklen auch, und ich behandle sie nie losgelöst, sondern stets in Zusammenhang mit der ganzen Lebenssituation. Ich behandle also nie nur eine einzelne Beschwerde, einen einzelnen Schmerz – sondern immer den ganzen Menschen.
Die Shiatsutherapeutin wendet unterschiedlichen Druck auf die Meridiane und andere Körperstellen an, um Energie zu stärken und auszugleichen, die durch Organe, Drüsen, Muskeln, Nerven und Blut fliesst, also durch den ganzen Körper.
Shiatsu beeinflusst die Bewegung von «Qi», das durch festgelegte Kanäle, so genannte Meridiane zirkuliert. Über die Meridiane sind alle Organe und Einheiten des Körpers miteinander verbunden. Mit «Qi» bezeichnet die chinesische Medizin die Lebensenergie und also jene Kraft, die die Materie und damit alle Funktionen des Organismus unterhält.
Die Arbeitsfläche für eine Shiatsubehandlung ist der Futon, eine japanische Matratze, die direkt am Boden liegt oder auf Tatamis, dicken Reisstrohmatten. Das Liegen und Arbeiten nahe der Erde symbolisiert Vertrauen in den Ursprung allen Lebens. Auch ermöglicht die Behandlung am Boden der Shiatsutherapeutin grösstmögliche Beweglichkeit. Sie kann das eigene Körpergewicht ohne Muskelkraft für Dehnungen und Druck einsetzen. So besteht, falls nötig, die Möglichkeit, sehr kräftig und tief in den Körper der empfangenden Person einzusinken, und dies in einer schonenden Körperhaltung.
